Tischkasten: Was ist das – und wann lohnt sich ein Esstisch mit Schublade?
Stand: Oktober 2026 · Ratgeber von masstisch
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Kurz gesagt: Ein Tischkasten ist ein kastenförmiger Unterbau direkt unter der Tischplatte, der eine Schublade aufnimmt – typisch für Landhaus- und Bauerntische. Er lohnt sich, wenn Sie Besteck, Servietten oder Alltagskram griffbereit am Tisch haben möchten; achten Sie dabei auf ausreichend Beinfreiheit, besonders an der Seite mit der Schublade.
Was ist ein Tischkasten?
Als Tischkasten bezeichnet man den geschlossenen Rahmen unter der Tischplatte, in dem eine oder mehrere Schubladen laufen. Er ersetzt an dieser Stelle die schlanke Zarge, also die Leisten, die bei vielen Tischen die Beine miteinander verbinden. Der Tischkasten ist damit Konstruktion und Stauraum zugleich.
Historisch war der Tischkasten fester Bestandteil des Bauerntischs: In der Küche wurde am Tisch gegessen, gearbeitet und geschrieben, und in der Schublade lagen Besteck, Messer, Brotbrett oder Schreibzeug. Heute findet man ihn vor allem bei Landhaustischen, aber auch bei schlichten, modernen Esstischen, die eine unauffällige Schublade in der Front integrieren.
- Zarge: schmaler Rahmen unter der Platte, stabilisiert den Tisch, bietet keinen Stauraum.
- Tischkasten: Zarge mit Schubladenfach, meist etwas höher als eine reine Zarge.
- Tisch ohne Zarge: Beine direkt unter der Platte, maximale Beinfreiheit, kein Stauraum.
Wofür eine Schublade im Esstisch praktisch ist
Eine Schublade im Esstisch bringt Ordnung genau dorthin, wo sie gebraucht wird. Typische Dinge, die im Tischkasten Platz finden:
- Alltagsbesteck, Servietten, Untersetzer und Tischsets
- Kerzen, Streichhölzer und Serviettenringe für gedeckte Tafeln
- Spielkarten und kleine Spiele für den Abend
- Stifte, Notizblock, Einkaufszettel und Post
- Ladekabel, Fernbedienungen und Kleinkram, der sonst auf der Platte liegt
- Schreibzeug und Unterlagen, wenn der Esstisch tagsüber als Arbeitsplatz dient
Weil ein Tischkasten zwischen Tischplatte und Beinraum sitzt, ist er naturgemäß flach. Er ist ideal für flache, leichte Dinge – nicht als Ersatz für einen Schrank. Geschirr, Gläser und Vorräte gehören weiterhin ins Sideboard.
Beinfreiheit: Worauf Sie bei der Schublade achten sollten
Der wichtigste Punkt beim Esstisch mit Schublade ist die Beinfreiheit. Denn der Tischkasten verringert den Raum zwischen Sitzfläche und Tisch an der Stelle, an der er sitzt. Diese allgemeinen Richtwerte helfen bei der Einschätzung:
| Maß | Richtwert |
|---|---|
| Übliche Tischhöhe | 75–76 cm |
| Übliche Sitzhöhe von Stühlen | 45–48 cm |
| Abstand Sitzfläche bis Tischoberkante | 27–30 cm |
| Freiraum Sitzfläche bis Unterkante Zarge oder Tischkasten | mindestens ca. 18–20 cm |
| Unterkante Zarge oder Tischkasten über dem Boden | ca. 64–66 cm und mehr |
| Armlehnen von Stühlen (Oberkante) | häufig 62–70 cm |
Daraus ergeben sich drei praktische Folgen:
- Schubladenseite bewusst wählen: Prüfen Sie, an welcher Seite die Schublade liegt. Ideal ist eine Seite, an der nicht dauerhaft jemand sitzt – etwa die Stirnseite an der Wand.
- Armlehnstühle prüfen: Stühle mit Armlehnen lassen sich unter einem Tischkasten oft nicht ganz unterschieben. Messen Sie die Armlehnenhöhe Ihrer Stühle, bevor Sie sich entscheiden.
- Tischhöhe anpassen: Große Menschen oder hohe Stühle? Da die Tischhöhe im Konfigurator von 25 bis 110 cm wählbar ist, können Sie den Tisch zum Beispiel auf 77–78 cm planen und so zusätzlichen Beinraum gewinnen. Mehr dazu im Ratgeber zur optimalen Esstisch-Höhe.
Esstisch mit Schublade oder ohne? Vor- und Nachteile
| Kriterium | Mit Tischkasten | Ohne Tischkasten |
|---|---|---|
| Stauraum am Tisch | ja, für flache Dinge | nein |
| Beinfreiheit | an der Schubladenseite geringer | maximal |
| Ordnung auf der Tischplatte | Kleinkram verschwindet schnell | zusätzliche Aufbewahrung nötig |
| Armlehnstühle | vorher Höhe prüfen | meist unproblematisch |
| Optik | klassisch, wohnlich, Landhaus-Charakter | leichter, luftiger |
| Nutzung als Arbeitsplatz | praktisch für Stifte und Unterlagen | Arbeitsmaterial muss weggeräumt werden |
Kurz gesagt: Ein Tischkasten ist ein Gewinn an Ordnung, kostet aber an einer Seite etwas Beinfreiheit. Wer diese Seite richtig plant, merkt davon im Alltag kaum etwas.
Esstisch mit Schublade nach Maß
Bantam, Caya, Managua oder Antiqua: Planen Sie Ihren Esstisch mit Tischkasten in Wunschmaßen und Ihrer Holzart – auf Wunsch auch mit Ansteckplatten.
Esstische mit Schublade ansehenFür wen lohnt sich ein Tischkasten?
Ob sich ein Esstisch mit Schublade lohnt, hängt weniger vom Stil als von Ihrem Alltag ab. Diese Entscheidungshilfe zeigt typische Situationen:
| Ihre Situation | Empfehlung |
|---|---|
| Essküche ohne Sideboard in Reichweite | Tischkasten sinnvoll – Besteck und Servietten direkt am Platz |
| Esstisch dient auch als Homeoffice | Tischkasten sinnvoll – Arbeitsmaterial verschwindet nach Feierabend |
| Familie mit Spieleabenden und Hausaufgaben am Tisch | Tischkasten sinnvoll – Stifte, Karten und Kleinkram griffbereit |
| Rundum besetzter Tisch, alle Seiten genutzt | genau prüfen, an welcher Seite die Schublade liegt |
| Stühle mit hohen Armlehnen | Armlehnenhöhe messen oder Tisch höher planen |
| Sehr große Personen am Tisch | Tischhöhe anpassen oder Tisch ohne Tischkasten wählen |
Kleiner Küchentisch oder große Tafel: wo die Schublade am meisten bringt
Wie gut sich eine Schublade nutzen lässt, hängt auch von der Tischgröße ab. Diese Faustregeln helfen bei der Einordnung:
- Kleine Tische bis etwa 120 cm Länge: Als Küchentisch für zwei bis vier Personen steht der Tisch oft mit einer Stirnseite an der Wand. Liegt die Schublade dort, stört sie niemanden – und ersetzt in kleinen Küchen eine fehlende Besteckschublade. Mehr Ideen unter kleine Esstische.
- Mittlere Tische mit 140–180 cm: Hier sitzen meist vier bis acht Personen. Liegt die Schublade an einer Längsseite, platzieren Sie die Stühle links und rechts davon, sodass niemand direkt vor dem Tischkasten sitzt.
- Große Tafeln ab etwa 200 cm: An langen Tischen wird vor allem an den Längsseiten gesessen. Eine Schublade an der Stirnseite ist dann praktisch für die Person, die deckt und serviert: Besteck, Servietten und Kerzen liegen direkt am Kopfende bereit.
Gerade bei rundum besetzten Tischen gilt: Stellen Sie sich die typische Sitzordnung vor, bevor Sie bestellen. So sitzt die Schublade dort, wo sie nützt, und nicht dort, wo sie stört.
Unsere Esstische mit Schublade: Bantam, Caya, Managua und Antiqua
Im Tisch-Konfigurator gibt es vier Modelle mit Schublade: Bantam, Caya, Managua und Antiqua, jeweils mit einer oder zwei Schubladen. Bei allen vier planen Sie die Maße frei – Länge je nach Modell, Breite 60–120 cm, Höhe 25–110 cm – und wählen die Holzart: Eiche, Eiche hell, Wildeiche, Kernbuche, Buche, Esche hell, Kirschbaum oder Nussbaum, jeweils geölt.
Ein weiterer Vorteil: Alle vier Modelle lassen sich mit einer oder zwei Ansteckplatten à 20 bis 60 cm verlängern. Damit verbinden Sie den Stauraum im Tischkasten mit zusätzlichen Plätzen für Gäste. Welche Lösung zu Ihnen passt, erklärt der Ratgeber ausziehbar oder Ansteckplatte.
Ein Esstisch mit einer Schublade in 180 × 90 cm Eiche kostet bei Managua 1.853 €, bei Caya 1.995 €, bei Antiqua 2.219 € und bei Bantam 2.496 €. Den genauen Preis Ihrer Wunschmaße sehen Sie direkt im Konfigurator.
Tipps für die Planung eines Esstischs mit Schublade
- Stühle zuerst messen: Sitzhöhe und gegebenenfalls Armlehnenhöhe bestimmen, wie viel Raum unter dem Tischkasten bleiben muss.
- Tischgröße nach Personen wählen: Rechnen Sie etwa 60 cm Breite pro Gedeck. Hilfe gibt der Ratgeber Esstisch-Größe nach Personen.
- Stil abstimmen: Ein Tischkasten passt besonders gut zu Landhaustischen, wirkt mit schlichten Fronten aber auch in modernen Räumen ruhig.
- Holz fühlen: Holzmuster: 4 € Schutzgebühr, die bei Rücksendung innerhalb von 8 Wochen erstattet wird. Oder Sie besuchen uns: Showroom in Düsseldorf.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Zarge und Tischkasten?
Die Zarge ist der schmale Rahmen unter der Tischplatte, der die Beine verbindet. Ein Tischkasten ist eine Zarge mit integriertem Schubladenfach und bietet damit zusätzlich Stauraum.
Stört die Schublade im Esstisch beim Sitzen?
Das hängt von der Beinfreiheit ab. Zwischen Sitzfläche und Unterkante des Tischkastens sollten als Richtwert mindestens 18–20 cm frei bleiben. Am besten liegt die Schublade an einer Seite, an der nicht dauerhaft jemand sitzt.
Passen Armlehnstühle unter einen Tisch mit Schublade?
Nicht immer. Armlehnen sind häufig 62–70 cm hoch und stoßen dann an den Tischkasten. Messen Sie die Armlehnenhöhe Ihrer Stühle und planen Sie den Tisch bei Bedarf etwas höher.
Welche Esstische gibt es bei masstisch mit Schublade?
Mit einer oder zwei Schubladen erhältlich sind die Modelle Bantam, Caya, Managua und Antiqua. Alle vier sind in Länge, Breite (bis 120 cm) und Höhe frei konfigurierbar und lassen sich mit Ansteckplatten verlängern. In 180 × 90 cm Eiche beginnen sie bei 1.853 € (Managua).
Was gehört in die Schublade eines Esstischs?
Flache Dinge, die Sie am Tisch brauchen: Alltagsbesteck, Servietten, Untersetzer, Tischsets, Kerzen, Spielkarten, Stifte oder Ladekabel. Geschirr und Gläser sind im Sideboard besser aufgehoben.



