Matratzen-Härtegrade erklärt: H2, H3 oder doch fest/medium/soft?
Stand: Oktober 2026 · Ratgeber von masstisch

Kurz gesagt: Matratzen-Härtegrade werden meist auf einer Skala von H1 (weich) bis H5 (sehr fest) angegeben, die allerdings nicht einheitlich genormt ist: Ein H3 kann je nach Hersteller unterschiedlich fest ausfallen. Als grobe Orientierung gelten Körpergewicht und Schlafposition; bei unserer Matratze Selecta S5 wählen Sie die Festigkeit direkt als fest, medium oder soft – für jeden Kern einzeln.
Was Matratzen-Härtegrade aussagen – und was nicht
Der Matratzen-Härtegrad beschreibt, wie stark eine Matratze unter Belastung nachgibt. Eine weiche Matratze lässt den Körper tiefer einsinken, eine feste hält stärker dagegen. Im Handel hat sich dafür eine Skala mit den Stufen H1 bis H5 etabliert.
Das Problem: Diese Skala ist nicht einheitlich genormt. Jeder Hersteller legt selbst fest, was er als H2 oder H3 bezeichnet. Zwei Matratzen mit demselben Härtegrad können sich deshalb spürbar unterschiedlich anfühlen. Hinzu kommt, dass Festigkeit auch vom Material, vom Aufbau und von der Unterlage abhängt – auf einem federnden Lattenrost liegt dieselbe Matratze anders als auf einer starren Auflage.
Härtegrade sind also eine grobe Einordnung innerhalb des Sortiments eines Herstellers, keine absolute Messgröße. Das ist der Grund, warum wir bei der Selecta S5 die verständlicheren Bezeichnungen fest, medium und soft verwenden.
Die H-Skala: H1 bis H5 mit grober Gewichtsorientierung
Häufig werden die Härtegrade mit dem Körpergewicht verknüpft. Die folgenden Werte sind im Handel verbreitet, weichen aber je nach Hersteller ab. Verstehen Sie sie ausdrücklich als grobe Orientierung, nicht als feste Zuordnung.
| Härtegrad | Beschreibung | Körpergewicht, grobe Orientierung |
|---|---|---|
| H1 | sehr weich | bis ca. 60 kg |
| H2 | weich bis mittel | ca. 60–80 kg |
| H3 | mittel bis fest | ca. 80–100 kg |
| H4 | fest | ca. 100–130 kg |
| H5 | sehr fest | über ca. 130 kg |
In der Praxis sind H2 und H3 die meistverkauften Stufen, weil sie den größten Teil der Erwachsenen abdecken. Die Frage „H2 oder H3?“ stellt sich deshalb besonders oft – und lässt sich allein über das Gewicht selten eindeutig beantworten. Wer genau an einer Grenze liegt, sollte Schlafposition und persönliches Empfinden stärker gewichten als die Zahl auf dem Etikett.
Fest, medium oder soft: der Matratzen-Härtegrad bei der Selecta S5
Die Matratze Selecta S5 bietet drei Festigkeiten: fest, medium und soft. Soft liegt am weicheren Ende, fest am festeren, medium dazwischen. Eine exakte Übersetzung in H-Stufen geben wir bewusst nicht an, weil die H-Skala zwischen Herstellern nicht vergleichbar ist.
Die Festigkeit wählen Sie je Kern. Das ist vor allem für Paare wichtig: Bei einer Gesamtbreite von 170 bis 200 cm bestellen Sie Kaltschaum als eine Matratze mit zwei Kernen in einem Bezug oder als zwei einzelne Matratzen, Taschenfederkern als zwei einzelne Matratzen – und jede Seite bekommt ihre eigene Festigkeit. Bis 160 cm ist es eine Matratze, von 210 bis 260 cm sind es zwei und ab 300 cm drei Matratzen.
- Kern: Kaltschaum oder Taschenfederkern
- Höhe: 18 cm
- Maße: Gesamtbreite 80–420 cm, Länge 190–220 cm
- Bezug: Rundum-Waschbezug
- Beispielpreise 180×200×18 cm: Kaltschaum mit zwei Kernen 1.237 €, als zwei Matratzen 1.198 €; Taschenfederkern (zwei Matratzen) 1.198 €
Im Matratzen-Konfigurator empfiehlt sich diese Reihenfolge: zuerst das Maß passend zu Ihrem Bett, dann die Kernart, bei Kaltschaum und 170 bis 200 cm Breite anschließend die Aufteilung (eine Matratze mit zwei Kernen oder zwei einzelne Matratzen) und zum Schluss die Festigkeit je Kern. So legen Sie den Härtegrad erst fest, wenn alle anderen Entscheidungen stehen – und können ihn für jede Liegeseite getrennt bestimmen.
Ihre Matratze mit dem passenden Härtegrad
Wählen Sie Maß, Kern und Festigkeit der Selecta S5 – fest, medium oder soft, für jeden Kern einzeln. Passend für Betten von 80 bis 420 cm Breite.
Matratzen konfigurierenKörpergewicht und Schlafposition: eine Entscheidungshilfe
Neben dem Gewicht beeinflusst die Schlafposition, welche Festigkeit sich angenehm anfühlt. Wer auf der Seite schläft, möchte, dass Schulter und Hüfte etwas einsinken können. Rücken- und Bauchschläfer bevorzugen häufig eine etwas festere Unterlage. Die folgende Tabelle kombiniert beide Faktoren – wieder als grobe Orientierung.
| Körpergewicht | Seitenschläfer | Rückenschläfer | Bauchschläfer |
|---|---|---|---|
| bis ca. 60 kg | soft | soft bis medium | medium |
| ca. 60–80 kg | soft bis medium | medium | medium |
| ca. 80–100 kg | medium | medium bis fest | fest |
| über ca. 100 kg | medium bis fest | fest | fest |
Wenn Sie zwischen zwei Stufen schwanken, hilft ein Blick auf Ihre bisherige Matratze: Empfinden Sie sie als zu weich, zu hart oder passend? Diese Erfahrung ist oft aussagekräftiger als jede Tabelle. Bei gesundheitlichen Beschwerden besprechen Sie die Wahl am besten mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Physiotherapeutin – eine Matratze ersetzt keine Behandlung.
Kaltschaum oder Taschenfederkern: Einfluss auf das Liegegefühl
Auch der Kern prägt, wie sich eine Festigkeit anfühlt. Allgemein gilt:
| Kern | Liegegefühl, allgemein | Häufig gewählt von |
|---|---|---|
| Kaltschaum | eher anschmiegsam, punktuelles Nachgeben, wenig Eigenbewegung | Menschen, die ein ruhiges, umschließendes Liegegefühl mögen |
| Taschenfederkern | eher federnd, spürbare Rückstellkraft, luftiger Aufbau | Menschen, die ein elastisches, „tragendes“ Liegegefühl bevorzugen und es nachts gern etwas luftiger mögen |
Beide Kernarten gibt es bei der Selecta S5 in fest, medium und soft. Eine medium-Kaltschaummatratze kann sich dadurch etwas anders anfühlen als eine medium-Taschenfederkernmatratze. Entscheiden Sie zuerst, welches Liegegefühl Ihnen grundsätzlich zusagt, und wählen Sie dann die Festigkeit.
Zu weich oder zu fest? Woran Sie es im Alltag merken
Ob der Härtegrad Ihrer jetzigen Matratze passt, lässt sich oft an einfachen Beobachtungen festmachen. Sie helfen auch bei der Entscheidung für die neue Matratze:
- Eher zu weich: Sie liegen in einer Mulde, das Umdrehen kostet Kraft, und in Rückenlage sinkt das Becken deutlich tiefer ein als der Oberkörper.
- Eher zu fest: In Seitenlage drücken Schulter oder Hüfte spürbar, und Sie wechseln nachts häufig die Position, um eine bequeme Lage zu finden.
- Passend: Sie liegen entspannt, können sich leicht drehen, und in Seitenlage bildet die Wirbelsäule von oben betrachtet eine annähernd gerade Linie.
Ein einfacher Test: Legen Sie sich in Rückenlage und schieben Sie eine flache Hand unter den unteren Rücken. Rutscht sie ohne Widerstand durch, ist die Matratze tendenziell zu fest; lässt sie sich kaum hineinschieben, eher zu weich.
Bedenken Sie auch die Unterlage: Eine Matratze liegt auf einem federnden Lattenrost weicher als auf einer starren Fläche. Wer Matratze und Lattenrost zusammen neu kauft, kann beides aufeinander abstimmen – bei masstisch lassen sich beide im Bett-Konfigurator direkt mitplanen.
Unterschiedliche Härtegrade für Paare
Liegen zwei Menschen mit deutlich unterschiedlichem Gewicht auf einer einheitlich festen Matratze, passt sie oft für keinen von beiden richtig. Deshalb lohnt sich bei Doppelbetten die Festigkeit je Kern. Zwei Beispiele:
- Paar mit 58 und 92 kg, beide Seitenschläfer: Nach der Tabelle ergeben sich soft und medium. Bei 180 cm Breite wird sie als Kaltschaummatratze mit zwei Kernen in einem Bezug bestellt, links soft, rechts medium.
- Paar mit 75 und 110 kg, Rücken- und Bauchschläfer: medium und fest. Weil beide Seiten einen verstellbaren Lattenrost bekommen, fällt die Wahl auf zwei einzelne Matratzen.
Mehr zur Aufteilung finden Sie auf der Seite zur Partnermatratze und – für große Liegeflächen – im Ratgeber Familienbett einrichten. Welche Lattenrost-Variante zu Ihrer Matratze passt, erklärt der Ratgeber Lattenrost-Arten.
Häufige Fragen
Welcher Härtegrad ist der richtige für mich?
Als grobe Orientierung dienen Körpergewicht und Schlafposition: Leichtere Menschen und Seitenschläfer liegen oft weicher, schwerere Menschen sowie Rücken- und Bauchschläfer eher fester. Da die H-Skala nicht genormt ist, sollten Sie zusätzlich Ihre Erfahrung mit bisherigen Matratzen berücksichtigen.
H2 oder H3 – was ist besser?
Keiner der beiden Härtegrade ist grundsätzlich besser. H2 wird häufig bis etwa 80 kg empfohlen, H3 etwa ab 80 kg; wer an der Grenze liegt, entscheidet nach Schlafposition und persönlichem Empfinden.
Sind Härtegrade bei allen Herstellern gleich?
Nein. Die Skala H1 bis H5 ist nicht einheitlich genormt, jeder Hersteller legt sie selbst fest. Ein H3 des einen kann sich wie ein H2 oder H4 eines anderen anfühlen.
Welche Härtegrade gibt es bei der Selecta S5?
Die Selecta S5 gibt es in den Festigkeiten fest, medium und soft, wählbar für jeden Kern einzeln. Sie ist mit Kaltschaum- oder Taschenfederkern erhältlich und 18 cm hoch.
Können Partner in einem Bett unterschiedliche Härtegrade haben?
Ja. Bei der Selecta S5 wählen Sie bei 170 bis 200 cm Breite in Kaltschaum eine Matratze mit zwei Kernen in einem Bezug oder zwei einzelne Matratzen, in Taschenfederkern zwei einzelne Matratzen – in allen Fällen mit eigener Festigkeit für jede Seite.



