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Lärche Eigenschaften und Steckbrief

Lärchenholz: Steckbrief, Eigenschaften und Verwendung

Stand: September 2026 · Richtwerte aus der Fachliteratur, einzelne Hölzer können je nach Wuchsgebiet und Holzfeuchte abweichen.

Kurz gesagt: Lärchenholz ist ein harzreiches Nadelholz mit rötlich-braunem Kern. Es ist für ein Nadelholz schwer (rund 0,59 g/cm³) und witterungsbeständiger als Fichte oder Kiefer, deshalb wird es vor allem für Fassaden, Terrassen und Gartenmöbel genutzt. Für stark beanspruchte Möbel wie Esstische ist Lärche zu weich.

Lärche im Steckbrief

NameLärche, in Mitteleuropa die Europäische Lärche
Lateinischer NameLarix decidua; Sibirische Lärche: Larix sibirica
GattungLärchen (Larix)
FamilieKieferngewächse (Pinaceae)
Besonderheiteinziger heimischer Nadelbaum, der im Herbst seine Nadeln abwirft
VerbreitungAlpen, Karpaten, Sudeten; forstlich in ganz Mitteleuropa angebaut
Standortlichtbedürftig, gut durchlüftete Böden, bis an die Waldgrenze
Früchtekleine, aufrecht stehende Zapfen
BlütezeitMärz bis Mai
Höhemeist 30 bis 40 m
Altermehrere hundert Jahre
Rindeim Alter dick, rotbraun und tief gefurcht
Holzharzreich, rötlicher Kern, schmaler heller Splint

Aussehen: Farbe und Maserung

Lärchenholz hat einen rötlich-braunen Kern und einen schmalen, gelblichen Splint. Die Jahrringe sind deutlich gezeichnet, das Holz wirkt warm und lebhaft. Unter Licht dunkelt Lärche nach; im Außenbereich ohne Anstrich vergraut sie mit der Zeit silbergrau. Kleine Äste und Harzgallen sind typisch.

Lärchennadeln

Eigenschaften

Mit rund 0,59 g/cm³ ist Lärche eines der schwersten und härtesten heimischen Nadelhölzer, aber deutlich weicher als Laubhölzer wie Eiche oder Buche. Ihr großer Vorteil ist die Witterungsbeständigkeit: Das harzreiche Kernholz ist nach DIN EN 350 mäßig bis wenig dauerhaft (Klasse 3 bis 4) und damit robuster als Fichte oder Kiefer. Deshalb ist Lärche das klassische Holz für Fassaden, Terrassen und Gartenmöbel.

Lärche im Vergleich mit Eiche und Fichte

MerkmalLärcheEicheFichte
HolzgruppeNadelholzLaubholzNadelholz
Farberötlich-braun, lebhafthell- bis mittelbraungelblich-weiß
Rohdichte (lufttrocken)ca. 0,59 g/cm³ca. 0,69 g/cm³ca. 0,47 g/cm³
Härte nach Brinell (Richtwert)ca. 19 N/mm²ca. 34 N/mm²ca. 12 N/mm²
Dauerhaftigkeit (DIN EN 350)Klasse 3–4Klasse 2Klasse 4
Typische VerwendungFassade, Terrasse, GartenmöbelMöbel, Böden, FachwerkBauholz, Dachstuhl

Ist Lärche ein Hartholz?

Nein. Lärche ist ein Nadelholz und wird zu den Weichhölzern gezählt, auch wenn sie unter den Nadelhölzern zu den härtesten gehört. Für Tischplatten, die täglich genutzt werden, ist sie weniger geeignet als Eiche, Buche oder Esche. Mehr dazu im Ratgeber Weichholz.

Vor- und Nachteile von Lärchenholz

Vorteile:

  • witterungsbeständiger als die meisten Nadelhölzer
  • warme, lebhafte Optik
  • preiswert und gut verfügbar

Nachteile:

  • weicher als Laubhölzer, anfällig für Druckstellen
  • harzreich, Harz kann austreten
  • neigt zu Rissen und Verzug

Verwendung von Lärchenholz

  • Außenbereich: Fassaden, Terrassendielen, Zäune, Gartenmöbel.
  • Bau: Fenster, Türen, Balkone, Schindeln.
  • Innenausbau: Dielen und Wandverkleidungen im Landhausstil.
  • Wasserbau und Bootsbau wegen der Harzanteile.

Lärche für Möbel im Innenraum?

Für Regale oder Wandverkleidungen ist Lärche gut geeignet. Für einen Esstisch, der täglich genutzt wird, ist sie zu weich. Wer die warme, rustikale Optik mag, findet ein härteres Holz in Wildeiche oder Kernbuche. Welche Hölzer sich für Tischplatten eignen, zeigt der Ratgeber Welches Holz für die Tischplatte?.

Häufige Fragen

Ist Lärche ein Hartholz?

Nein. Lärche ist ein Nadelholz und zählt zu den Weichhölzern, auch wenn sie unter den Nadelhölzern eines der härtesten ist.

Ist Lärchenholz wetterfest?

Das Kernholz ist nach DIN EN 350 mäßig bis wenig dauerhaft (Klasse 3 bis 4) und damit robuster als Fichte oder Kiefer. Deshalb wird Lärche oft für Fassaden und Terrassen verwendet.

Warum wird Lärche grau?

Unbehandeltes Lärchenholz vergraut im Außenbereich durch UV-Licht und Regen zu einem silbergrauen Ton. Das ist ein Oberflächeneffekt und schadet dem Holz nicht.

Ist Lärche für einen Esstisch geeignet?

Nur bedingt. Die Oberfläche ist weicher als bei Laubhölzern und bekommt schneller Druckstellen. Robuster sind Eiche, Buche oder Esche.

Was ist das Besondere an der Lärche?

Sie ist der einzige heimische Nadelbaum, der im Herbst seine Nadeln abwirft.

Warme, rustikale Optik – aber härter: die Alternative zu Lärche

Lärche führt masstisch nicht. Wer die warme, lebhafte Optik mag, findet sie in Wildeiche oder Kernbuche: deutlich härter und damit robuster als Tischplatte, zentimetergenau nach Maß und in Handarbeit gefertigt.

Holzmuster: 2 € Schutzgebühr; bitte senden Sie die Muster nach Ihrer Entscheidung an uns zurück.

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